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Förderverein zur Erhaltung des Landschaftsparks Degenershausen e.V.
 
 

Chronik

Die Geschichte des Landschaftsparks Degenershausen begann im Jahre 1834, als der braunschweigische Amtsrat Johann Christian Degener das Areal zwischen Neuplatendorf und der Gärtnerei der Burg Falkenstein erwarb und seiner Tochter Amalie zum Hochzeitsgeschenk machte, als diese den Kammerherrn Hans-Constantin von Bodenhausen heiratete. Der Amtsrat Degener knüpfte an dieses Geschenk die Maßgabe, dass der entstehende Ort Degenershausen genannt wird, und er legte urkundlich fest, dass im Adelsnamen seiner Tochter der Name “Degener“ mitgeführt werden und ihm zum Vermächtnis ein Monument errichtet werden sollte. Im Jahre 1835 ließ Johann Christian Degener das Herrenhaus sowie die dazugehörigen Wirtschaftsgebäude bauen und die Parkanlage anlegen. Nach seinem Tode wurde ihm zu Ehren ein markanter gusseiserner Obelisk errichtet, der aber 1968 wegen starken Beschädigungen abgerissen werden musste. Im Jahre 1993 wurde er im Zuge der umfassenden Parksanierung wieder an der alten Stelle erbaut. Die Begräbnisstätte der Familie von Bodenhausen-Degener liegt seit 1918 auf einem Hügel in der Nähe des Teiches.Der Park wurde im Laufe der Zeit vielfach verändert und besteht in seiner jetzigen Form seit 1924.


Hans-Wilke von Bodenhausen-Degener (1901-1937) verwaltete die Anlage in vierter Generation. Die auf seinen Reisen entwickelte Begeisterung für englische Parkanlagen führte dazu, dass er, fasziniert von der Gestaltung des Kew-Gardens, den Chefarchitekten nach Degenershausen einlud und ihm den Auftrag zur Umgestaltung der Anlage erteilte. Viele der angepflanzten Gehölze hatte Hans-Wilke aus Afrika, Nord- und Südamerika mitgebracht. Heute umfasst der Park eine Fläche von zwölf Hektar und beheimatet mehr als 175 Arten und Gattungen einheimischer und fremder Gehölze. Die großzügige Anlage mit gepflegten Einzelbäumen, Baumgruppen und blühenden Wiesen (im Frühjahr mit vielen tausend Krokussen und Narzissen) bietet den Besuchern viel Raum für Ruhe und Entspannung. Den Park durchqueren Wege von 2,8 km Länge, die natürlich auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind. Während des Parkrundgangs kann man sich mit Hilfe eines „Parkführers“ (Flyer) einen Überblick über ausgewählte Bäume und Gehölze verschaffen. Ein kleiner Teich, das blaue Auge des Landschaftsparks, lädt zum Verweilen ein. Besonders imposant sind die ca. 150-jährige Rosskastanie (Baum-Nr. 3 ), eine Gurkenmagnolie (Baum-Nr. 5) oder der Tulpenbaum (Baum-Nr. 4). Auf dem Gelände des früheren botanischen Gartens, der 1914 angelegt wurde, befindet sich heute ein 1200 m2 großer Stauden,- Schau- und Sichtungsgarten mit einer Vielfalt internationaler Pflanzenzüchtungen.